Pfui, Jugendamt, Diskriminierung der Väter

Es ist bereits das zweite Mal das ich als Vater vom Jugendamt diskriminiert werde! Das ist nicht nur eine Sauerei, sondern mehr als unverschämt. Männer sind hier keine Geldbeutel denn so kommt es mir immer wieder vor. Stelle man sich vor es gibt auch schlechte Mütter und dann leben Kinder auch bei den Vätern…

Es ist immer wieder unglaublich in was für eine Mutter – Welt wir uns doch befinden, da darf ich mir von einer Sachbearbeiterin damals anhören das Sie Vätern keine Tipps geben darf bei einer Beurkundung half mir aber dann doch mit einem kleinen Tipp. Unfassbar oder? Sie gab an, ich zitiere “Wir sind eigentlich nur für Mütter da”. Hätte ich am liebsten gleich verklagt.

Jahre später wenn man wieder “Hilfe” vom Jugendamt im Sinne der Beistandschaft benötigt, höre ich den Satz “Ich möchte nur erwähnen dass wir keine Auskünfte oder Beratungen an Väter geben dürfen, außer das Kind lebt bei Ihnen”. Ich bin schon etwas aus gerastet, denn stell sich einer vor auch Kinder leben bei Vätern! (Das habe ich am Telefon auch so zu der Dame gesagt.) Der zweite Satz war nämlich von der Betonung ein ganz anderer, hätte Sie es fair und gleichberechtigt oder eben auf ihr Formulierung geachtet, wäre ich nicht so sauer gewesen. Unglaublich, was soll das denn für eine Sauerei sein. UMDENKEN! Es gibt kein Mütter Monopol, man soll es nicht für möglich halten, es gibt auch Väter. Und der Unterhalt gehört abgeschafft!

Das ganze habe ich als Beschwerde auch an die Leitung des Jugendamts geschickt, da ich aber eben ein VATER bin, habe ich bis heute noch keine Antwort erhalten… Gut, das dass Jugendamt ein Monopol-Amt ist und machen darf was es will, ausser die böse Presse käme…

Den Unterschied kann ich leider belegen, wenn sich eine Mutter schriftlich an das Jugendamt wendet erhält Sie eine Reaktionszeit von wenigen Wochen und es wird sich der Sache angenommen. Auch werden sofort und schnell Gespräche geführt. Wendet sich ein Vater an das Jugendamt da er sein Kind gerne sehen würde, weil er z.B. von der Mutter dazu keine Chance bekommt, ist das ein langer Prozess und wird gern mal geschoben…
Andere oder gleiche Erfahrungen? Teile es uns gern mit.

 

Antwort vom Amt:

So natürlich bin ich so fair und schreibe auch die Antwort vom Jugendamt auf meine Beschwerde!

Meine Rücksprache mit der Abteilung Beistand- und Amtsvormundschaft im Jugendamt hat ergeben, dass die prinzipielle Aussage, dass Unterhaltspflichtige nicht über den von ihnen zu zahlenden Unterhalt beraten werden dürfen, richtig ist. Selbstverständlich erhalten auch Unterhaltspflichtige Auskünfte über grundsätzliche Unterhaltsfragen.- Eine explizite Unterhaltsberechnung ist aber nicht zulässig. Dies ist unabhängig davon, ob Vater oder Mutter für das Kind zu Barunterhaltszahlungen verpflichtet ist.

In dem von Ihnen angesprochenen Telefonat konnte leider nicht geklärt werden, ob ihr Kind in ihrem Haushalt oder dem der Mutter lebt. Sollte ihr Kind in ihrem Haushalt leben, können Sie sich selbstverständlich beim Jugendamt beraten lassen. Sie können evtl. auch eine Beistandschaft zur Regelung der Unterhaltsangelegenheiten beantragen. (gekürzt)

Sollte bei Ihnen der Eindruck entstanden sein, dass Sie als Vater, egal in welcher Konstellation, nicht beraten werden, so möchten wir uns hierfür entschuldigen.

So dazu möchte ich sagen, schon mal ein grosses Lob für die persönliche Annahme, als Leitung des Jugendamts für die persönliche Unterschrift, sowie die Entschuldigung. Ich bleibe an der Sache allgemein dran. Wenn ihr etwas mit dem Jugendamt erlebt habt, benachteiligt wurdet oder auch positives, immer gern als Kommentar. Liebe Väter, es muss sich etwas ändern!

Rent a Tobi®
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Über Rent a Tobi®

Getrennterziehender Vater, mit der Bitte und dem Kampf, um viel mehr Gleichberechtigung und Genderneutralität. Ich bin für das Wechselmodell und finde dies die fairste und schönste Lösung für viele Kinder. Bei vielem ist noch viel Luft nach oben, in der Familienpolitik für Väter, gemeinsam!