Gefühle und Gedanken vor der Demo 2018! Countdown läuft!

Hallo Zusammen,

wir haben unseren zweiten Jahrestag und deshalb sind wir einfach einen Tag früher in Köln angereist und haben einen netten Abend verbracht. Eine Demonstration ist vielleicht nicht der “üblichste” Weg einen Jahrestag zu verbringen. Es gibt sicher romantischeres. Jedoch habe ich eine tolle Partnerin, die unsere Sache beführwortet und dazu zu den Frauen gehört, die die geteilte Kinderbetreuung und Führsorge als selbstverständlich ansehen. Und so war es nur fair, dass ich der Romantik an diesem Wochenende einen Platz eingeräumt habe und den Freitag schön hab ausklingen lassen.

Jetzt sitze ich hier in unserem Ort der Ruhe und bereite mich gedanklich und gefühlsmäßig auf die Demo “Allen Kindern, beide Eltern 2018 in Köln” vor. Es wird sicher nicht einfach werden für mich, da ich schon mit einer gewissen Traurigkeit im Herzen gleich zum Domplatz fahren werde. Es dauert nicht mehr lange, da ist auch mein Jahr voll, in dem ich keinen Besuchskontakt mit meinem Sohn hatte. Und wie es vielen anderen entsorgten (hauptsächlich) Vätern da draussen geht, muss ich der traurigen Wahrheit von Gleichberechtigung in diesem Land ins Auge blicken.
Doch ich wäre nicht Kai, wenn ich diese Ungerechtigkeit einfach akzeptieren würde. Und so mache ich mich gleich vollen Mutes auf dem Weg, die unwissenden und vielleicht abwertenden Blicke der Kölner Passanten zu ertragen und mit Euch allen, die mitkommen, klar zu stellen das wir Väter auch da sind und unsere Kinder auch den Papa lieb haben. Auch möchte ich klar stellen, dass auch entsorgte Mütter mitkommen, die aufgrund der Ungerechtigkeit ebenfalls entsorgt sind. Und unsere Kinder auch deshab leiden müssen. Es muss sich was ändern. Und das sehr bald.

An alle entsorgten und verantwortungsbewussten Menschen da draußen. Setzt Euch jetzt in den Zug oder ins Auto. In 3 Stunden (Programmbeginn), lassen sich noch einige KM schaffen. Und auch wer zu spät ankommt ist Willkommen. Besser spät als gar nicht. Für unsere Kinder.

Bis nachher auf dem Domplatz in Köln. Allen Kindern beide Eltern!

Solidarische Grüße

Kai

Kai
Kai

Über Kai

- stolzer Vater - Familienpfleger und ausgebildet in Sozialmanagement - Vollzeit beschäftigt und Student der sozialen Arbeit - Fussballschiedsrichter