Die armen Väter…

Ja, Väter haben ein dünnes Kleid und fühlen sich ganz schnell auf den Schlips getreten. Irgendwie mag das wohl an der Gleichberechtigung liegen, das Väter keinen Spaß (mehr) verstehen und jedes Wort im Sinne der Gleichberechtigung auf die Goldwaage legen. Eigentlich war/ist das sonst immer Sache der Frau.

Edeka hat es verstanden, eine Werbung zu kreieren, die so viel Aufmerksamkeit bekommt, dass es schon einen (kleinen) Shitstorm ausgelöst hat. Denn in dieser besagten Werbung, wird der Mutter zum Muttertag gedankt. Den Spot kann man überall online und in ausgewählten Kinos begutachten. Zum Fernsehen hat man sich dann doch nicht getraut. Denn hier macht Edeka nur Werbung die Geschlechter neutral ist (und irgendwie witzig und gut) und da möchte man wahrscheinlich den guten Ruf nicht schädigen. Jetzt rufen aber viele zum #edekaboykott auf und das wird sich garantiert einreihen zum #tankboykott, #amazonboykott und #lieferandoboykott. Denn wenn wir uns erinnern, hat auch Lieferando schon Spots geschaltet, die ebenfalls den Vater/Mann als unfähig betitelt hatte. Komisch, dass Männer dort immer noch Pizza bestellen. Siehe da, Lieferando ist mittlerweile die Nummer 1 oder das Monopol im Internet, rund um Lieferdienste*. Denn man hat sich die Konkurrenz einfach aufgekauft, so wie man das heutzutage eben tut. Der Boykott wird somit genauso lange dauern, oja, so lange oder so konsequent werden mittlerweile Shitstorms ausgeführt und eingehalten; nämlich gar nicht!

Denn eines haben mittlerweile ganz viele, eine große Klappe, gerade wenn es im Internet ist und selbst wenn mein “bester” Freund meine Haltung nicht versteht. Aber klar, dieser Artikel wird so einigen vielleicht nicht so ganz passen, denn immerhin werde ich als Vater ja genauso “beleidigt”, also warum halte ich nicht zu den Vätern. So haben alle eines gemeinsam, so geht #Marketing heute und das haben scheinbar die wenigsten verstanden.

Eigentlich müsste man dann auch die Serie “Californication” verachtend finden, denn hier kann der Mann, nur das eine. Aber wahrscheinlich liegt es am positiven, der Liebe, das man das nicht verachtend findet und die Entwicklung, das die “große” Liebe irgendwie siegt. Und genau das passiert was sich ganz viele Kinder wünschen, die Eltern kommen wieder zusammen (Staffel 1). Achso klar, es ist ja nur eine Serie. Anders als bei Werbung? Übrigens die Nummer 1 an Anfragen bei Flirt Plattformen, an Frauen ist, Männer die nur nach Sex suchen oder sich sehr billig “verkaufen”. Ja, irgendwie ist wohl an dem Werbespot von Edeka etwas wahres dran, einigen Passagen die dem “Mann von heute” nicht passen. Seltsam, derweil sind doch einige Männer genau so, wie es der Spot präsentiert und ganz froh eine Frau dafür zu haben. Außerdem passen viele Frauen “auf ihre Männer” ganz entzückend auf. Trotzdem sehe ich das ganze mit einem lächeln, denn es gibt ja noch Teil 2 und das wird dann wohl genauso gemein (für viele), wie andersherum. Oder, den Schuh zieh ich mir gar nicht an, denn er passt mir nicht. Zumal es vielen um das Ende geht, mit “Danke Mama, das du nicht Papa bist”. Auch dieser Satz ist Auslegungssache und da müsste ich ganz viele Spots und Werbung abstrafen. Denn von diesen “Mama ist die Beste”, gibt es mittlerweile nicht nur den Edeka Spot. Aber hey, Hauptsache es regen sich nun ganze viele über den Edeka (Muttertags) Spot auf und das dies so gar nicht Genderneutral ist. Das ist aber im übrigen unsere Werbung schon lange nicht mehr.

Alle Vereine rund um Väterbewegungen, fehlt eindeutig der richtige Arsch in der Hose und wirklich etwas erreicht, kann leider keiner dieser Vereine vorweisen. Somit ist es schon seltsam, das sämtliche Mütter Vereine stärker präsent sind, was jeder Väterverein gerne wäre! Fast jedes Jahr steigt die Düsseldorfer Tabelle, analog zum Gehalt der Männer oder etwa nicht? Aber hey, ich verstehe das nicht, das ist wegen der Politik so! Da überhört man Väter oder lädt Vätervereine gar nicht erst ein. Weil diese Zielgruppe einfach zu bequem ist und scheinbar nur aus Sesselpfurzern sowie Wichtigtuern besteht, die lieber ihre Sekretärin vögeln, um noch ein weiteres Kind in diese Gesellschaft zu pflanzen. *ups*

Also bevor “wir” uns tatsächlich beschweren, das wir doch so arm und klein sind. Sollten sich ganz viele vielleicht mal an die eigene Nase fassen und resümieren: “Was habe ich eigentlich angestoßen, verbessert oder gekämpft?”. Aber, klar, Hauptsache jeder backt seine eigenen Brötchen und wir müssen noch einen Verein für Väter und Gleichstellung und Gleichberechtigung gründen! Denn wir haben noch nicht genug und so ändert sich auch ganz bestimmt etwas. Ich sage ja, wir haben noch Lichtjahre vor uns, wenn es um Gleichberechtigung geht, aber Hauptsache es gibt hunderte Väter-Vereine die sich schon mal damit beschäftigen, besprechen, berichten oder eine ruhige Kugel schieben…

Des weiteren hat Edeka eigentlich auch einen Spot für den Vatertag angekündigt und hey, kann Edeka etwas dafür, wenn der Muttertag als Erster im Kalender steht? Ich glaube nicht. Man sieht das somit auch bei Edeka mit Humor und freut sich über die enorme Reichweite die dieser Spot generiert. Mit Deppen lässt sich also immer noch Geld verdienen. Übrigens ist EDEKA immer noch unangefochten an der Spitze in Deutschland, da wird es kaum stören, wenn ein paar wenige Männer nicht mehr dort einkaufen gehen. Die wahrscheinlich eh selten zu einem EDEKA gehen und beleidigt zu Hause sitzen, weil sie so ein doofer Spot verärgert hat, wie zuletzt der von Lieferando.

 

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Über Rent a Tobi®

Getrennterziehender Vater, mit der Bitte und dem Kampf, um viel mehr Gleichberechtigung und Genderneutralität. Ich bin für das Wechselmodell und finde dies die fairste und schönste Lösung für viele Kinder. Bei vielem ist noch viel Luft nach oben, in der Familienpolitik für Väter, gemeinsam!