Sommer, Sonne, Kreta, Entspannung… jedoch ohne Sohn….

… und obwohl es hier, wie erhofft, sehr ruhig (nur die Zirpen treiben mich noch etwas in den Wahnsinn) und sonnig ist, bleibt doch ein kleiner fader beigeschmack. Denn diese Zeit gehörte im Jahr immer mir und meinem Sohn. Drei Wochen Ferien bei Papa. Auch wenn ich “anders” erziehe und lebe, als seine Mama, glaube ich, nein ich bin überzeugt, war das bislang immer eine ganz besondere Zeit für ihn und letztlich für uns. Wir haben Dinge unternommen und erlebt, welche uns allen einen ganz besonderen Mehrwert gegeben haben.

Doch dieses Jahr ist es eben mal anders. Natürlich könnte man jetzt die schönen Seiten hervorheben und ignorieren, dass dieses Jahr mein Sohn eben nicht mit im Urlaub ist. Das mein Sohn nicht gemeinsam mit mir Sommer, Sonne, Strand und eine andere Kultur kennenlernt. Ich könnte mich freuen eine tolle Zeit mit meiner wundervollen Freundin verbringen zu dürfen. Bitte versteht mich an dieser Stelle nicht falsch, ich freue mich sehr darüber diese Momente mit ihr genießen zu dürfen. Jedoch bin ich der Meinung, darf man auch über den Umstand traurig sein, dass mein Sohn nicht dabei ist.

Für mich ist dieser Urlaub ein ganz besonderer. Seit sehr vielen Jahres habe ich es geschafft zu sparen und diesen Urlaub zu verwirklichen. Aus vielen persönlichen Gründen, musste ein richtiger Urlaub, nun viele Jahre warten. Dieses Jahr ist es endlich so weit und es ging auf die Insel Kreta. Noch gewöhnen wir uns ein und müssen unseren Rhytmus noch ein wenig der “Siesta” hier anpassen. Denn es ist schon ziemlich heiß tagsüber. Der erste Strand besuch war sehr schön und die Grundlagen sind vorhanden, damit wir nun in den bereits begonnen drei Wochen, Kraft tanken können.

Kraft tanken… ja das ist für mich besonders wichtig. Denn wenn ich ehrlich bin, hat das letzte Jahr seine Spuren hinterlassen. Einer Zeit, wo ich so gut wie keinen Kontakt zu meinem Sohn hatte. Ein Jahr wo ich meinem Sohn nur per Post zum Geburtstag gratulieren konnte. Ein Jahr mit viel Arbeit, Studium und eben der Kampf gegen die bürokratischen Wege und Gerichtsbarkeiten, damit ich vielleicht meinen Sohn mal wieder sehen “darf”.

Und so werde ich diese Zeit hier nutzen, gemeinsam mit einer wundervollen Frau, Kraft zu tanken, um die zweite Hälfte 2018 anzugehen. Auch wenn immer wieder Menschen auf mich zukommen, mit einem “gut gemeinten Rat”, doch lieber zu akzeptieren wie es ist und abzuwarten, dass mein Sohn erwachsen wird und die Dinge selbst bewertet, werde ich standhaft bleiben und meinen Weg für meinen Sohn gehen. Denn ich bin überzeugt, dass er das so nicht will. Das er beide Eltern gleichermaßen lieben möchte. Sich aber “entscheiden” musste, damit er nicht unter all dem Druck zusammenbricht.

Mach Dir keine Sorgen darüber mein Sohn. Ich verstehe Dich und ich werde Dir niemals böse dafür sein.

Sonnige und allerliebste Grüße von Kreta an alle Leser(innen) da draußen in der Welt.

 

Kai

Kai

- stolzer Vater - Familienpfleger und ausgebildet in Sozialmanagement - Vollzeit beschäftigt und Student der sozialen Arbeit - Fussballschiedsrichter

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