Nachteil oder Chance für unsere Kinder? FDP beendet Sondierungsgespräche…

Gestern trat Christian Lindner vor die Presse und teilte uns mit, dass die Jamaika Sondierungsgespräche gescheitert sind. Warum und weshalb lässt sich wunderbar in der Pressekonferenz der FDP ableiten. (www.fdp.de)  Zumindest aus Sicht der FDP sehr plausibel erklärt.Doch was bedeutet das für unsere Familienpolitik? Wer den Wahlkampf verfolgt hat und vorallem Interesse an den Wahlprogrammen der großen Parteien hatte, wird festgetsellt haben, dass sich grundsätzlich alle Parteien sehr zurückgehalten haben, wenn es um die Familienpolitik geht. Jedoch gibt es nur eine einzige Partei, die in Ihrem Parteiprogramm, das Wechselmodell als neuen Standard für Deutschland gefordert hat. Die FDP war die Partei, in die viele, wenn nicht sogar die Mehrheit der unglücklich Allein bzw. getrennt erziehenden Eltern, große Hoffnung gesetzt haben. Die Hoffnung, für eine faire und wirkliche Glelichberechtigung zwischen Mutter und Vater. Die Hoffnung, dass unsere Kinder endlich ihre (Kinder)Rechte erhalten.

Exkurs: Die Europäische Union hat bereits die Kinderrechte auf Europaebene beschlossen. So heisst es zum Beispiel in Artikel 24 (3):  Jedes Kind hat Anspruch auf regelmäßige persönliche Beziehungen und direkte Kontakte zu beiden Elternteilen, es sei denn, dies steht seinem Wohl entgegen.

Ich gehe sogar soweit zu behaupten, dass das Überragende Wahlergebnis für die FDP zustande gekommen ist, da viele WählerInnen genau aus dieser Hoffnung heraus die Stimme 2017 der FDP gegeben haben. Denn das Bewusstsein, gerade bei den Männern und Vätern in unserem Land, wächst von Jahr zu Jahr. Viele halten eben nicht mehr still und schauen nur noch zu, wie Kinder und Elternteile ungerecht behandelt werden und in Traumata katapulitert werden, an dessen Bewältigung Jahre lang gearbeitet werden muss.

Doch nun hat sich die FDP aus der Jamaikakoalition verabschiedet. War das ein sinnvoller Schritt?
Am 20.11.2017 veröffentlichte die FDP drei klare Aussagen auf Ihrer Internetpräsenz, die ich einmal erwähnen möchte:

  • Besser nicht regieren, als falsch
  • Modernisierung Deutschlands war nicht möglich
  • Es gab immer noch unüberbrückbare Differenzen

Und jetzt müssen wir nochmal diese drei Aussagen lesen und uns fragen, sind solche Statements nachvollziehbar?
Ist es besser nicht zu reagieren, als falsch zu reagieren? Lieber einen Fuß in der Tür als gar nicht im Oberhaus?
Benötigt Deutschland Modernisierung? Gerade in Sachen Familienpolitik? Bewegt sich Deutschland in den wichtigen Themen modern und zeitgemäß? Verglichen mit unseren Europäischen Nachbarn?
Geht man gerne eine Beziehung mit jemandem ein, wenn es unüberbrückbare Differenzen gibt? Affaire oder tragfähige Beziehung für ein ganzes Land?

Unterm Strich finde ich die, an dieser Stelle gerne betont, einheitliche Entscheidung der FDP sich aus den Sondierungsgesprächen zurück zu ziehen, für einen mutigen und notwendigen Schritt. Die FDP macht deutlich, dass sie keine Handlager einer CDU gesteuerterten Politik sein wollen. Sie machen deutlich, dass die FDP sich wirklich neu geordnet haben und wahrhaftig bürgernahe Politik betreiben wollen. Deutschland benötigt in vielen Dingen Modernisierung. Aus der Perspektive dieses Blogs natürlich vorrangig in der Familienpolitik. Und wenn man nur falsch regieren kann, dann sollte man wirklich besser nicht regieren und dafür kämpfen und einstehen, dass die Trendwende beginnen kann bzw. weiter ausgebaut wird.
Beziehungen, die einst aus Liebe und guten Vorsätzen begonnen haben, trennen sich doch aufgrund “unüberbrückbarer Differenzen”. Egal wie sie auch ausgesehen haben.
Also war der Schritt aus dieser Jamaika Koalition auszusteigen die logische und richtige Konsequenz. Seit langem erkenne ich eine wirkliche politische Linie, der wirklich treu geblieben wird. Keine Partei kann perfekte Politik machen, jedoch sind die Freien Demokraten millterweile so (neu) aufgestellt, dass ich neue Hoffnung für unser Land schöpfen konnte.

Ich begrüße die klare Linie von Herrn Lindner und seinen Parteianhängern und hoffe, dass wir ein Mitwirken der FDP in unserer Politik in den nächsten Jahren miterleben dürfen. Denn ich bin überzeugt, dass sich in Deutschland was verändern muss und verändern wird. Und die liberale Einstellung der FDP passt zu wirklicher Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern und vorallem zwischen Eltern und Kindern.

Wir können gespannt sein, was sich die nächsten Wochen in unserer Politik tut. Und kommt es zu Neuwahlen, dann hoffe ich für unser Land, dass wir den Liberalen unter uns mehr Vertrauen schenken, wie dem rechten Flügel, der mit fadenscheinigen politischen Ansätzen versucht die verzweifelten WählerInnen in ihren Bann zu ziehen.

Für heute soll es genug aus der Politik sein. Denkt bitte alle darüber nach, was ihr für unsere Kinder und deren Zukunft wollt und bevor ihr ein Kreuz macht, schliesst die Augen und denkt an Eure Kinder und Kindeskinder.

 

Liebe Grüße

 

Kai

Kai

- stolzer Vater - Familienpfleger und ausgebildet in Sozialmanagement - Vollzeit beschäftigt und Student der sozialen Arbeit - Fussballschiedsrichter

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

avatar
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: