Der bittere Entschluss am zweiten Advent. Die Entscheidung zwischen Regen und Traufe und warum das Kind drunter leiden wird.

Liebe Leser und Leserinnen,

die letzten Wochen waren vermutlich mit unter die schlimmsten meines Lebens. Und das ist nicht nur daher gesagt. Ich musste für mich und letztlich auch für unseren Sohn eine Entscheidung treffen. Diese Entscheidung fiel mir absolut nicht leicht und ich finde, dass die Wahlmöglichkeiten die mir geblieben sind auch niemals kindgerecht und zum Wohle unseres Sohnes waren. Doch ich musste mich für das “kleinere Übel” entscheiden, damit unser Sohn eine Chance hat nach vorne zu schauen.

Wie viele von Euch Leser*innen mitbekommen haben, tobte ein jahrelanger Rechtsstreit mit immer wieder neuen absurden Themen zwischen der Mama meines Sohnes und mir. Mal ging es um die Gesundheit von ihm, mal dann um den Umgang welcher nicht stattgefunden hat und als nichts anderes mehr geblieben ist, noch ein wenig Streit um den Unterhalt. (Hier könnt ihr meine Artikel gerne mal querlesen, da bekommt ihr alle Informationen) Und bevor ich es vergesse, am Schluss stand ein Vermittlungsverfahren um den Umgang, welcher per Beschluss rechtskräftig entschieden wurde, wieder herzustellen.

Doch was hat es gebracht? Unser Sohn verweigert den Umgang mit mir und scheint mich komplett abzulehnen. Auch wenn ich hier noch tief im inneren meines Herzens glaube, dass unsere Verbidnung niemals zu 100 Prozent abreißen wird. Gerechtigkeit gibt es an dieser Stelle nicht und kindgerecht ist das schonmal gar nicht mehr.
Unser Sohn und sein Vater bleiben am Ende des Gerichtsmarathons Opfer einer stark feministisch ausgerichteten Gesellschaft, welche die Gefühle von Kindern und männlichen Elternteilen mit Füßen tritt.

Ich bin erwachsen und habe eine recht starke Persönlichkeit, will ich an dieser Stelle einfach mal behaupten, jedoch wie sieht es mit der armen kleinen Kinderseele aus? Es tut schon sehr weh für mich und ich muss meine Wege finden, die Situation zu verarbeiten und zu akzeptieren. Doch wie soll unser Sohn das schaffen?

Ein Kind liebt grundsätzlich beide Elternteile. Kindern ist es egal, was Mama und Papa für Probleme haben, warum sie sich mal streiten oder ob es um Geld oder sonst was geht. Sie wollen einfach beide Eltern lieben dürfen und Kontakt zu beiden haben. Doch was muss in einer Kinderseele an Schmerzen und Verletzungen entstehen, wenn dem Kind nicht erlaubt wird diese Liebe leben zu dürfen? Was passiert mit der Seele, wenn die Eltern es nicht schaffen einen gemeinsamen Weg zu finden? Richtig, die Seele nimmt Schaden und versucht einen Weg zu finden um zu überleben. Und das macht im Falle unseres Sohnes es notwendig, sich von seinem Vater abzuwenden. Dies nennt man ausgeprägte Eltern-Kind-Entfremdung, welche aufgrund von Selbstschutz zum bedingungslosen Kontaktabbruch führte.

Ich möchte nun den Leser*innen an dieser Stelle ersparen, wo die Ursachen dafür liegen, ich kann hier nur nochmals auf die vorherigen Artikel verweisen.

In der Überschrift habe ich von einem Entschluss geschrieben und von Regen oder Traufe. Doch was genau bedeutet dies nun?

Ich werde die Entscheidung unseres Sohnes, egal aus welchem Kontext heraus diese getroffen wurde, repsektieren. Ich bin der Überzeugung, dass unser Sohn weiss, dass wenn die Zeit reif ist, ich jederzeit für ihn da sein werde. Doch weitere Gerichtsverfahren, betrifft es nun die angeschlagene Gesundheit von ihm oder der nicht stattfindende Kontakt zwischen Vater und Sohn, setzen ihn nur noch mehr unter Druck. Mir tun diese Worte in der Seele weh, da ich so gerne Kontakt zu ihm hätte und so gerne für ihn da sein würde. Ich würde so gerne bedingunglos Vater sein dürfen und mich um all die Dinge kümmern dürfen, die notwendig sind, damit ein Kind gesund und glücklich aufwachsen kann. SO GERNE würde ich dies gemeinsam und in Harmonie mit seiner Mutter tun. Doch da dies offensichtlich niemals möglich sein wird, muss aufgrund der Situation die Kinderseele weiterhin leiden und andere Wege finden dies zu verarbeiten und damit zurechtzukommen. Ich kann nur hoffen, dass der Schaden in den kommenden Jahren restaurierbar sein wird und unser Sohn einen Weg finden kann, dies alles zu verarbeiten.

Gesellschaftliches Fazit:

In einer radikal feministisch ausgerichteten Gesellschaft, wo Rechtssprechung im Familienrecht bedeutet, die Kinder bedigunglos bei der Mutter zu belasen und die Väter auszuschließen (Einzelfälle bestätigen diese Regel), sowie die wirklichen Belange von Kindern zu ignorieren, müssen Väter und Kinder unsägliches Leid ertragen. Und auch wenn dies äusserst dramatisch klingt, spiegelt es die grausame Wahrheit in unserer Gesellschaft wieder und ich frage mich jeden Tag aufs neue, warum ( auch sehr wichtige) Themen wie #metoo, Gewalt gegen Frauen, Umweltverschmutzung, Klimawandel etc., Millionen Klicks und Spendengelder generieren und psychische Gewalt an hunderttausenden und mehr Kindern, welche durch die gesellschaftliche Struktur verwursacht wird, ignoriert wird. Das Leid der Kinderseelen und Elternteile ist offensichtlich und es muss sich jetzt etwas ändern.

(Ich würde mir viel mehr wünschen, es gebe mehr den Ansatz von “Gleichheitsfeminismus” oder besser streichen wir Worte wie Feminismus und Maskulismus und suchen die Gleichberechtigung. Bedingungslos.)

Aufgrund der oben beschriebenen Tatsache, dass nicht nur unser Kind sondern soviele andere Kinder tagtäglich leiden müssen, habe ich, gemeinsam mit anderen Menschen, den Entschluss gefasst einen Förderverein zu gründen, welcher diesem Misstand mit Know-How, Vernetzung und vielem mehr, entgegen wirken wird.
Denn es gibt schon sehr viele Initativen in Deutschland und dem deutschsprachigen Raum, nein sogar International, welche diesem Misstand entgegen wirken wollen.
Wir müssen uns nur zusammen tun und die Kräfte bündeln um entwas zu bewirken.

Der Förderverein “Freunde und Förderer der Väterbewegung in Deutschland e.V.”  wurde bereits rechtskräftig gegründet.
Eine offizielle Presemitteilung dazu folgt noch von unserem Presse Referat. Der Internetauftritt www.vaeterbewegung.org befindet sich im Aubau. Demnächst mit Vorstellung des Vorstandes etc.

Kontakt an den Vorstand dürft ihr gerne unter: kai.saad@vaeterbewegung.org richten.
Spenden, da wir gemeinnützig tätig sind, sind jederzeit möglich.

Abschließend wünsche ich allen eine besinnliche und frohe Weihnachtszeit. Insbesondere den Kindern, welche unter den o.g. Umständen zu leiden haben.
Diesen Kindern wünsche ich, dass sie für ein paar Tage vergessen, was sie zu verarbeiten haben, damit sie ein tolles Weihnachtsfest erleben können.

Frohe Weihnachten bereits von mir und falls ich nicht mehr dazu komme, zwischen Weihnachten und Neujahr zu schreiben, schonmal einen guten Übergang ins Jahr 2019!

Liebe Grüße

Kai

 

 

Kai

- stolzer Vater - Familienpfleger und ausgebildet in Sozialmanagement - Vollzeit beschäftigt und Student der sozialen Arbeit - Fussballschiedsrichter

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Kim Wenzel
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Kim Wenzel

Ein Artikel, der garantiert nicht nur mir aus der Seele spricht! Aus der Seele eines Vaters zweier Jungs (9 und 12 Jahre) denen es genauso geht. Es hilft Dir absolut gar nichts vor Gericht “zu gewinnen”, RECHT zu bekommen von Verfahrenspflegern//Gerichtsgutachterinnen. Es wird nichts unternommen und das “Entfremden” der kleinen Seelen einfach so hingenommen. Eine tiefe Schande, die absolut eben auch dieses Rechts-System zu verantworten hat. Furchtbar!!!

Anastasio
Gast
Anastasio

Kai,du weißt genau dass du absolut Recht hast……Du weißt aber genau dass das Kind , bei seiner Mutter wächst und lernt von ihr, genau was SIE möchtet!Aber eins sage ich dir mit Sicherheit! Irgendwann kommt deine Zeit….. sie wird alles zurück bekommen und dein Sohn wird selbst dich ,seinen Vater, suchen…… Ich habe (dürfte)seit 20jahre kein Kontakt mit meinen Töchtern haben…..und seit einen Monat, haben sie selbst mit mir wieder Kontakt…..Sie sind nur mit”Gift”gegen mich gewachsen….Ich war für denen immer da, aber sie wussten es nicht,, weil die Mutter so wollte…. Aber,wie gesagt…. die Zeit vergeht und du wirst dein… weiterlesen »